Angermund wird erstmals urkundlich im Jahre 1188 erwähnt mit der Eintragung in das Güterverzeichnis des Erzbischofs von Köln, Philipp von Heinsberg, als "Castrum Angermunt et curiam...". Vor dem Tor dieser Burg wurde spätestens 1423 die Freyheit Angermund angelegt. Sie ist es geblieben bis zur Einführung der französischen Verfassung 1807.
Während um das Jahr 1500 vom Amt Angermund ein Bereich verwaltet wurde, der Duisburg, Mülheim, Velbert, Heiligenhaus, Ratingen, Rath und Kaiserswerth umfaßte, war die im Jahr 1806 begründete "Bürgermeisterei Angermund" immerhin noch Verwaltungssitz für die Orte Angermund, Rahm, Lintorf, Huckingen, Buchholz, Wedau, Bissingheim, Mündelheim, Großenbaum, Serm, Ehingen und Hüttenheim. Bis auf Angermund und Lintorf wurden 1929 diese Orte nach Duisburg eingemeindet.
Gegen den Widerstand der Stadt Angermund ist dann 1930 durch die Zusammenlegung der Gemeinden des Amtes Angermund mit Breitscheid, Eggerscheidt, Hösel, Wittlaer und Kalkum das Amt Ratingen-Land gebildet worden, das dann später den Namen Angerland erhielt und dessen Sitz nach Lintorf verlegt wurde.
Der Wunsch der Stadt Angermund und der benachbarten Gemeinden, bei der vom Land Nordrhein-Westfalen in den 70er Jahren in Aussicht genommenen kommunalen Neuordnung den Status "Großgemeinde Angerland" zu erhalten, scheiterte an dem Eingemeindungshunger der beiden benachbarten Großstädte Duisburg und Düsseldorf. 1975 wurde Angermund der Landeshauptstadt Düsseldorf zugesprochen.